Radierung / Adelbert von Chamisso Blatt 1670
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Art.Nr.: Radierung / Adelbert von Chamisso Blatt 1670Produktbeschreibung
* Original-Radierung farbig* Plattenformat: 34 x 44 cm
* Papierformat: 44 x 54 cm
* Druck auf Hahnemühle-Bütten
* Herstellungsjahr: 2002
* Auflage 90 Exemplare, nummeriert und signiert
Die Radierungen von Bernd Lehmann präsentieren Adelbert von Chamisso in einer einmaligen Edition:
Der Naturforscher und Dichter (1781 – 1838) wurde meist von Zeitgenossen
portraitiert, seine Werke, insbesondere den Peter Schlemihl, haben die
verschiedensten Künstler seit nunmehr bald zwei Jahrhunderten illustriert. Die
jetzt vorliegende Serie von 12 signierten Original-Radierungen zeigt ein
kunstvoll komponiertes Lebensbild, vernetzt Personen und Themen, die bedeutsam
sind – für seine Entwicklung und unser Verständnis.
(Prof. Dr. Dr. J. Thürauf)
Adelbert von Chamisso - Leben und Werk im Bild
Ein Kommentar zu Radierungen von Bernd Lehmann
von Dr. Alexandra Hildebrandt
Bernd Lehmann: Chamisso
Wer Lehmanns Radierungen in der Reihenfolge ihres Entstehens betrachtet, dem drängt sich ein weiterer Titel für diese Serie auf: "Bilder des Fremden". Denn der aus Frankreich emigierte Chamisso hat die Grenzen zu einer anderen Sprache bzw. Kultur überschritten, um sich darin aufzuhalten - er sah das Fremde mit dem Blick für's Eigene an und umgekehrt. Wo er auch ging, stieß er sich an der Welt und zeigte dadurch, wie sie ist. Das häufig böse gemeinte Scheltwort "unbeholfener Träumer " gilt ihm und allen Künstlern, die das Los der Fremdheit teilen und sich in ihrer eigenen Welt verankern, als Ehrentitel. Lehmanns Radierungen haben also auch das Andere, Unkonventionelle und nicht Dazugehörende zum Thema - ebenso die künstlerischen Qualitäten, die das Fremde auszeichnen. Daß die Fremdheit eines Bildes, der Widerstand, der von ihm ausgeht, ein integraler Bestandteil seines Rätsel- und Kunstcharakters ist, versteht sich von selbst.
Weshalb lohnt es sich, die mittlerweile unzähligen Chamisso-Bilder um weitere zu
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1 Dorothea von Chamisso ist die letzte Namensträgerin des vom Dichter abstammenden deutschen Familienzweigs. Sie heiratete 1943 einen Urenkel des Dichters.
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vermehren? Der Grund liegt auf der Hand: Die Darstellungen des Dichters
und die Illustrationen zu seinen Werken werden zu verschiedenen Zeiten anders
gesehen und gedeutet. Mit den Originalvorlagen ist es nicht getan. Gab doch
schon Goethe zu bedenken, daß, wer sich nur mit dem Vergangenen beschäftigt,
zuletzt in Gefahr kommt, das Mumienhafte vertrocknet an sein Herz zu schließen.
Von Chamissos Leben und Werk gehen Impulse aus, die damals wie heute von großer
Tragweite und Aktualität sind. Lehmanns Radierungen, auf denen in
wiedererkennbarer Weise die Gänsefeder als Symbol der schönen Handschrift und
der Literatur zu finden ist, sind ein Kompaß zu Chamissos Dichtung und Wahrheit.
Die Bilder laden die Augen des Betrachters dazu ein, in ihnen nach Belieben hin-
und herzuspringen, wie jemand, der mit den wechselnden Formen eines
Kaleidoskopes spielt.
Dr. Alexandra Hildebrandt
Original-Radierung Bernd Lehmann



